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USA befürchten angebliche Bedrohung durch Kampfdrohnen aus Kuba

Die Trump-Regierung betrachtet Kuba laut Axios zunehmend als Sicherheitsbedrohung. Hintergrund sind Geheimdienstinformationen über Hunderte beschaffte Militärdrohnen sowie mögliche Szenarien für Angriffe auf US-Ziele in der Karibik und vor Florida.
USA befürchten angebliche Bedrohung durch Kampfdrohnen aus Kuba© Urheberrechtlich geschützt

Kuba hat angeblich 300 Militärdrohnen erworben und erwägt offenbar deren Einsatz für Angriffe auf den US-Stützpunkt in Guantanamo Bay, auf US-Militärschiffe und möglicherweise auch auf Key West in Florida, das nur 90 Meilen nördlich von Havanna liegt. Dies geht aus Geheimdienstinformationen hervor, die dem Portal Axios vorliegen.

Die Geheimdienstinformationen, die als Vorwand für eine militärische Aktion der USA dienen könnten, zeigen laut einem hochrangigen US-Beamten, in welchem Maße die Trump-Regierung Kuba angesichts der Entwicklungen in der Drohnenkriegsführung und der mutmaßlichen Anwesenheit iranischer Militärberater in Havanna als Bedrohung betrachtet.

"Wenn wir bedenken, dass diese Technologien so nah sind und eine Reihe böswilliger Akteure – von Terrorgruppen über Drogenkartelle bis hin zu Iranern und Russen – im Spiel sind, ist das besorgniserregend", sagte der Beamte und ergänzte: "Es ist eine wachsende Bedrohung."

CIA-Direktor John Ratcliffe reiste bereits am Donnerstag direkt nach Kuba und warnte die dortigen Beamten unverblümt davor, Feindseligkeiten zu provozieren. Zudem forderte er sie auf, ihr Regierungssystem abzuschaffen, um die lähmenden US-Sanktionen zu beenden, teilte ein CIA-Beamter dem Portal Axios mit. "Direktor Ratcliffe machte deutlich, dass Kuba nicht länger als Plattform für Gegner dienen darf, um feindliche Absichten in unserer Hemisphäre voranzutreiben", sagte der Beamte. Er ergänzte: "Die westliche Hemisphäre darf nicht zum Spielplatz unserer Gegner werden."

Am Mittwoch plant das US-Justizministerium, eine Anklageschrift gegen Kubas Ex-Präsidenten Raúl Castro zu veröffentlichen. Ihm wird vorgeworfen, 1996 den Abschuss eines Flugzeugs angeordnet zu haben, das von der in Miami ansässigen Hilfsorganisation "Brothers to the Rescue" betrieben wurde. Weitere Sanktionen gegen den Inselstaat könnten noch in dieser Woche angekündigt werden. Ein Sprecher Kubas war am Samstag für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Kuba hat laut US-Beamten angeblich seit 2023 Angriffsdrohnen mit "unterschiedlichen Fähigkeiten" aus Russland und Iran erworben und diese an strategischen Orten auf der ganzen Insel versteckt. Im vergangenen Monat hätten kubanische Beamte weitere Drohnen und militärische Ausrüstung aus Russland angefordert, sagte der hochrangige US-Beamte. Er verwies zudem auf abgefangene Geheimdienstinformationen, die darauf hindeuten sollen, dass kubanische Geheimdienstmitarbeiter "versuchen, zu erfahren, wie Iran uns Widerstand geleistet hat". Russland und China verfügen auf Kuba angeblich über Hightech-Spionageeinrichtungen zur Erfassung von Signalaufklärung (SIGINT).

"Wir sind seit langem besorgt, dass ein ausländischer Gegner, der einen solchen Standort so nahe an unseren Küsten nutzt, äußerst problematisch ist", sagte US-Kriegsminister Pete Hegseth bereits am Dienstag. Die Sorge über mögliche Drohnenangriffe auf US-Streitkräfte habe sich aufgrund des Einsatzes unbemannter Flugzeuge durch Iran als Reaktion auf die am 28. Februar begonnenen US-Angriffe weiter verstärkt.

Kuba wird von den USA als "terrorunterstützender Staat" eingestuft. US-Beamte gehen jedoch nicht davon aus, dass Kuba eine unmittelbare Bedrohung darstellt oder aktiv Angriffe auf amerikanische Interessen plant. US-Geheimdienstinformationen deuten allerdings darauf hin, dass Militärs der Insel Pläne für Drohnenkriegsführung für den Fall erörtern, dass es bei einer weiteren Verschlechterung der Beziehungen zu Feindseligkeiten mit den USA kommt.

Havanna ist nicht in der Lage, die Straße von Florida auf dieselbe Weise zu sperren, wie Iran den Schiffsverkehr in der Straße von Hormus zum Erliegen gebracht hat. "Niemand macht sich Sorgen wegen Kampfflugzeugen aus Kuba. Es ist nicht einmal klar, ob sie überhaupt eines haben, das fliegen kann", sagte der hochrangige US-Beamte laut Axios. "Aber es ist erwähnenswert, wie nah sie sind – 90 Meilen", fügte der Beamte hinzu und betonte: "Das ist keine Realität, mit der wir uns wohlfühlen."

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